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Das also ist des Pudels Kern

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Rezension | Daniel Silva: Der englische Spion

Der englische Spion (Gabriel Allon) - Daniel Silva, Wulf Bergner
Gabriel Allon? Nie gehört. Bis ich ein Leseexemplar bekam. Einstieg mit Band 15: Klappt. 
 
Silvas Stil ist mit feiner Ironie gespickt, die Handlung schnörkellos; durch die Folge der Ereignisse und die Ortswechsel gibt es Abwechslung genug. Die Kapitel sind nicht zu kurz und nicht zu lang. So hat die Geschichte den perfekte Rhythmus für einen Agententhriller. 
 
Über den Protagonisten und die handelnden Personen erfährt man genug um der Geschichte folgen zu können. Vermutlich sind einem die Figuren vertrauter, wenn man denn die restlichen Bände kennen würde. Die Wiederholung der vergangenen Ereignisse könnten für Kenner der Serie ermüdend sein. Für mich waren sie es; zum Ende hin überflog ich die Bemerkungen über Allons Vergangenheit nur noch. 
 
Silva verknüpft politische Themen mit persönlichen Anliegen seiner Figuren. Die politischen Inhalte sind teils aktuell, scheinen gut recherchiert und laden dazu ein sich dort einzulesen. 
 
Die persönlichen Anliegen sind jedoch die Achillesferse dieses Thrillers:
 
Zum einen fand ich es moralisch fragwürdig, dass zwei Figuren der einen Seite ungestraft ihrer privaten Rachsucht frönen dürfen; unterstütz und bezahlt von ihren Diensten und Staaten.
 
Die Bösen sind böse und die Guten tun im Grunde das Selbe, sind aber die Guten … und deswegen ist Mord und Folter okay, bzw. irgendwie doch ganz cool … ? Hm.
In der Welt der Geheimdienste gibt es wahrscheinlich keine weißen Westen, deshalb schaut man auf Ethik und Moral besser nicht so genau. 
 
Zweitens läuft der Roman zu glatt durch. Er lässt sich dadurch leicht lesen und unterhaltsam ist es auch, aber diese Geradlinigkeit in der Handlung als auch auf der moralischen Ebene lässt Ecken und Kanten vermissen, die andere Thriller und Agenten für mich interessanter machen. Es gibt Wendungen und Probleme, die gemeistert werden müssen, am Ende dachte ich dennoch: Och, das war nun eigentlich ziemlich einfach. 
 
Aber es ist unterhaltsam. So zum locker weg lesen an einem regnerischen Nachmittag.