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Man kann den Drachen töten!

Eine dunkle & grimmige Geschichte - Hugh D´Andrade, Adam Gidwitz

Am Anfang

 

Es war einmal ein Königreich namens Grimm. Der König dieses Landes lag auf dem Sterbebett. Er war der Großvater von Hänsel und Gretel - aber das wusste er nicht, weil Hänsel und Gretel noch nicht auf der Welt waren.
Moment mal. Ich weiß, was ihr jetzt denkt. Natürlich will keiner eine Geschichte hören, die passiert, bevor die Hauptfiguren auftauchen. 
Aber keine Sorge. Diese Geschichte ist anders als jede Geschichte, die ihr zuvor gehört habt. Denn als Hänsel und Gretel auftauchen, geschieht etwas völlig Unerwartetes: Ihnen werden die Köpfe abgehackt.
Ich dachte, dass interessiert euch vielleicht. 


Ich lese gern Kinder und Jugendbücher. Wie man auf meinem Blog sicher mitbekommt. Weil sie Spaß machen. Weil sie einfach, aber im besten Fall auch einfach gut sind. Und ganz manchmal sind sie gar nicht so einfach, aber in beneidenswert einfache Worte gepackt. 

Wer kennt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm. Aufgeschnappt aus den Erzählungen des Volkes. Hier ist die, auf  "neudeutsch" reloded- Form. 

Adam Gidwitz  
erzählte die Märchen einer Gruppe von Grundschülern, hörte den Kindern und ihren Kommentaren zu und verfasste diese Geschichte. Es ist eine Reihe von den Märchen, mit Hänsel und Gretel als Hauptfigur, unterbrochen von Kommentaren des Autors. Die nicht nerven, sondern aufgrund des herrlich trockenen Humors höchst unterhaltsam sind. Man bekommt das Gefühl ein sarkastischer Märchenonkel liest vor. 

Das Buch beinhaltet:


Der treue Johannes
Hänsel und Gretel
Die sieben Schwalben ( Die sieben Raben)
Bruder und Schwester ( Brüderchen und Schwesterchen)
Ein Lächeln rot wie Blut ( Der Räuberbräutigam) 
Die drei goldenen Haare (Der Teufel mit den drei goldenen Haaren)
Hänsel und Gretel und das verwunschene Königreich
Hänsel und Gretel und der Drache ( Die weisse Schlange) 
Hänsel und Gretel und ihre Eltern

Ich habe nicht alle Märchen erkannt, denn ich kenne nicht alle Märchen so gut. (Den Räuberbräutigam konnte ich nur angeben, weil er im Nachwort steht.) Aber um auf den Punkt zu kommen:

Das ganze Buch erinnert mich an ein Zitat von  G.K. Chesterton:

Märchen erzählen Kindern nicht, dass Drachen existieren. Kinder wissen, dass Drachen existieren. Märchen erzählen Kindern davon, dass man den Drachen besiegen kann. 


Es ist wahnsinnig unterhaltsam. Für Kinder, aber genau so gut für (jung gebliebene) Erwachsene geeignet. Der staubtrockene Humor und die treffenden Kommentare (- bei denen ich mir gut vorstellen kann, dass sie von Kinderfragen inspiriert wurden - ) machen diesen kleinen Rückblick auf die Märchen wirklich lesenswert. Der Autor schafft es, die Geschichten in all ihrer (blutigen) Absurdität zu erzählen und exakt den Kern der Märchen einzufangen. Phantastisch. Aufbauend. Grausam. Moralisch. Abenteuerlich. Blutig. Spannend. Hoffnungsvoll. 


 




Am Ende
Und wisst ihr was? Das haben sie tatsächlich getan. 
ENDE.
Wirklich.