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despudelskern

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Bereits gelesen: 502/960 pages

Die flauschige Kuscheldecke wird mitgeliefert.

Nightmares! - Die Schrecken der Nacht: Band 1 - Jason Segel, Kirsten Miller

Der Beginn

Es war fünf Minuten nach Mitternacht. Am Fenster der alten Villa auf dem höchsten Hügel der Stadt stand ein Junge und schaute hinunter auf den Ort Cypress Creek. Es war ein seltsames Haus.

 

 

 

Dieses Buch lag bei uns in der Buchhandlung herum und nachdem ich ein paar Mal darum herum geschlichen bin, habe ich es mir in den Pausen geschnappt. Was sich hinter dem bunten, mit schwarzen Scherenschnitten verzierten Einband verbirgt, ist ein liebevolles Abenteuerbuch.

 

Selten habe ich einen Einband als so passend gefunden. Hinter all den gruseligen Schatten lauern bunte Farben, und genau darum geht es bei Nightmares. Charlie, der Protagonist, öffnet versehentlich ein Tor ins Anderland, die Welt der Nachtmahre; also der Albträume.

 

Es ist eine klassische Parallelwelt, wie man sie zum Beispiel aus die unendliche Geschichte kennt. Das Konzept erinnert ein bisschen an die Monster AG. Wer den Film mag, kann auch sicher mit diesem Buch etwas anfangen.

 

Die Nachtmahre arbeiten als Albtraumfiguren, um Menschen zu erschrecken, ganz besonders Kinder. Dabei geht es jedoch nicht darum Angst zu verbreiten, vielmehr ist es die Aufgabe der Nachtmahre Kinder in ihren Träumen an ihre Ängste heran zu führen, so dass sie lernen können, sich diesen zu stellen und sie zu überwinden.  Gelingt dies, so können sowohl Kind, als auch sein Nachtmahr ins (schöne) Traumland einziehen.

 

Süß fand ich vor allem einige der Nachtmahre, die bei näherem Kennenlernen ihr eigens Päckchen zu tragen haben. Selbst Ängste haben manchmal Schiss. ... Erinnert mich an einen Spruch meiner Mutter, den wohl jeder schon mal gehört hat: Die Spinne hat mehr Angst vor dir, als du vor ihr.  ;)

 

 Es gibt einen Haupt-Antagonisten, den es zu besiegen gilt und dies kann nur in der Gemeinschaft gehen. Nichts neues an der Bücherfront, aber wer kann schon das Rad neu erfinden?

 

Wirklich besonders gefallen hat mir an diesem Buch der unglaublich positive Grundton. Es ist, neben dem angenehmen Grusel, ein wunderbar warmherziges Buch. (Die flauschige Kuscheldecke wird zu den Alpträumen quasi zeitgleich mitgeliefert. ) Die erlebten Alpträume der Protagonisten, für die Zielgruppe, die schätzungsweise bei 10-13 liegt, basieren auf alltäglichen Ängsten. (Angst in der Schule bei Tests zu versagen, Angst vor der Dunkelheit, Angst davor ausgelacht zu werden.)

 

Aber es geht dem Autor nicht darum, ein möglichst blutrünstiges Horrorszenario zu schaffen und den Schock-Faktor voll aus zu nutzen. Vielmehr geht es um Freundschaft und wie man sich seinen Ängsten stellt, anstatt die Ängste zu zelebrieren, wie es in Romanen für Erwachsene oft der Fall ist. 

 

Witzig. Warmherzig. Spannend.

 

 

 

 

 

Der letzte Satz

"Sag dem Stiefmonster, dass es Essen gibt!"