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David Baldacci | Im Auge des Todes

Im Auge des Todes: Thriller. Will Robie 3 - David Baldacci

Ich gebe auf. Diese Serie kackt sowas von ab. Aber sowas von! 

 

Fertig gelesen habe ich das Buch nur, weil mich die Szenen in Nordkorea wirklich interessiert haben. Das Thema finde ich spannend, das Leben dort, die Strukturen, die Lager. Zwar habe ich mich noch nie richtig damit beschäftigt, aber es liest sich gut recherchiert, wenn ich das als absoluter Laie auf dem Gebiet überhaupt beurteilen kann. 

 

Alles andere ist Mist. 

 

Zum einen entwickelt sich die Reihe von der Will "Auftragskiller" Robie - Reihe zur Jessica "Heulsuse" Reel - Reihe. 

 

Die Frau ging mir so auf den Senkel. Ich glaube so langsam, Baldacci kann für mich einfach keine sympathischen Frauen schreiben. Da wird zum Beispiel ständig behauptet wie abgebrüht und kalt und stark und super Jessica Reel angeblich doch ist; de facto bricht sie ständig in Tränen aus, braucht Hilfe versinkt noch mehr in Selbstmitleid als in Teil zwei. 

 

Ja, sie hatte eine schwere Kindheit und ist augenscheinlich davon traumarisiert, aber dann sollte man einen solchen Charakter auch von Anfang an mit seinen Schwächen präsentieren und ihn nicht zur Super-Sue-Überfrau erklären. Da komme ich mir als Leser verarscht vor, weil einfach nicht drin ist, was drauf steht.  Dazu verliert der Charakter an Glaubwürdigkeit, weil Dinge die über ihn gesagt werden und wie er bei mir als Leser ankommt einfach nicht zusammen passen. 

 

Der ganze Plot um Jessica Reel und ihren Nazi-Vater kann man in die Tonne kloppen. Dieser Handlungsstrang hat absolut keinen Einfluss auf, keinen Sinn und Zweck für die Haupthandlung. Würde man diese Seiten streichen, würde man absolut nichts verpassen. 

Gut, es sei denn, man findet Jessica Reel ganz toll und möchte mehr über sie erfahren. Das hätte man dann aber auch als Side-Story veröffentlichen können. So zieht es die Haupthandlung nur unnötig in die Länge und statt Spannung aufzubauen war ich mehr und mehr genervt davon. 

 

Die Haupthandlung an sich ist allerdings auch nicht mehr als "Präsident in Gefahr" - Einheitsbrei. Wer das in gut haben möchte, der sollte 24 mit Jack Bauer Koma-Glotzen. 

 

Fazit: Kauft euch ein Buch über Nordkorea, wenn ihr das Thema auch so interessant findet, wie ich.  Den Rest dieses Buches braucht sich keiner anzutun. 

 

Bewertung: Töte es, bevor es Eier legt!

David Baldacci | Verfolgt

Verfolgt: Thriller (Will Robie, Band 2) - David Baldacci, Uwe Anton

Es fing so gut an... 

 

Während Band eins der Reihe um Will Robie, Der Killer, noch mit solider Krimi Handlung punkten konnte legt David Baldacci hier mehr den Fokus auf den Agenten-Thriller. Leider versumpft die Handlung mehr und mehr in konstruiertem Einheitsbrei. 

 

In Will Robie verfestigen sich mehr und mehr die Kennzeichnungen eines Gary-Stu-Übermenschen; Charakteristiken, die im ersten Teil zwar vorhanden, aber nicht prominent zur Schau gestellt wurden. Das Ärgerliche daran ist immer noch, dass vom Erzähler, als auch den anderen Figuren gesagt wird, Will Robie ist the Shit! als Auftragskiller ... aber wirklich an einer Szene gezeigt wird das nicht. Viel BlahBlah und kein Beweis. 

 

Es gibt wohl mal eine Action-Szene, in der Robie gleich eine ganze Armee ausschaltet. Doch das ist so drüber, dass ich das nicht ernst nehmen kann. 

 

Sein Gegenpol, Jessica Reel, die Abtrünnige, ist auch the Shit!, tut aber noch weniger. Außer untertauchen, kryptische Anweisungen geben und angeblich eiskalt sein, während sie Seite um Seite in (Selbst)Mitleid zerfließt. 

 

Als Bonus tauchen Figuren des ersten Bandes auf, die aber nur die Funktion eines netten Wiedersehens erfüllen. Wirklich notwendig für die Handlung sind sie nicht. 

 

Fazit: Agenten-Thriller, der mehr und mehr an Fahrt verliert. Die Action soll die Spannung aufbauen, am Ende reicht das aber einfach nicht aus. 

David Baldacci | Der Killer

Will Robie: Der Killer: Thriller - David Baldacci

Mit David Baldacci hatte ich bis dato keine so guten Erfahrungen gemacht. Irgendein Buch von ihm hatte ich mal gelesen, ich weiß leider nicht mehr genau, was es war. Dabei kann ich mich nur noch daran erinnern, dass die einzige Szene, die mir im Gedächtnis bliebt, eine ziemlich plumpe Sexszene war. Der Rest ging irgendwie unter und wurde unter "muss ich nicht noch mal haben" verbucht. 

 

Um so positiver wurde ich von diesem Buch hier überrascht. Ausschlaggebend für den Kauf war die Tatsache, dass der Hauptprotagonist ein Auftragskiller ist. Ja, ich gebe zu, ich mag das Thema. Menschen für Geld töten ist etwas, das mich fasziniert. Nicht, weil ich es gut finde, sondern weil allein der Gedanke so etwas zu tun eine moralische Reibfläche enthält, die spannend für mich ist. 

 

Will Robie ist der Protagonist dieser Reihe und besagter Auftragskiller. Sein Beruf spielt hier jedoch eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Er ist ein angenehmer Charakter, der nur leicht die Tendenz aufweist, ein bisschen zu perfekt zu sein. Der beste in seinem Beruf etc. pp. Wobei das über ihn oft gesagt wird, gezeigt wird wenig. 

 

Die weibliche Hauptfigur, eine Ermittlerin, dient eher zum Zweck der Stichwortgeberin und blieb mir nicht im Gedächtnis. 

 

Der Teenager war tragbar, aber manchmal doch nervig. Auch wenn ein Mädchen ein hartes Leben hat und schnell erwachsen werden musste ist sie noch nicht erwachsen. Daher mag ich das Kind nur schütteln, wenn es trotzig verlangt einen militärisch ausgebildeten Profikiller in eine Gefahrensituation begleiten zu wollen, weil sie unbedingt dabei sein will. Oder der Meinung ist, alles alleine zu können. 

Natürlich passt es zum Alter, Teenager, und auch zum Hintergrund und Charakter der Figur. Nervig finde ich es leider trotzdem. 

 

Die meiste Zeit über hatte ich eher das Gefühl einen Krimi zu lesen, denn einen Thriller. Die Handlung dreht sich bis fast ganz zum Schluss darum diversen Verbrechern auf der Spur zu sein. Erst als es zum Showdown kam fiel mir ein, dass da ja noch irgendwas mit einer Verschwörung war. 

 

Wer etwas mit dem Trope Chekov's Gun anfangen kann, der kommt schnell dahinter, wer die gesuchte Person des Agenten-Thriller-Plots ist. Aber da der großteil des Buches ein recht ordentlicher Krimi ist, störte mich das nicht besonders. 

 

 

 

Fazit: Gut gemachter Krimi mit Agenten-Thriller-Anteilen. Das Ende ist ein wenig vorhersehbar, aber Zug im Plot und Prota gleichen das aus. 

 

Erster Satz | Genevieve Cogman: Die unsichtbare Bibliothek

Die unsichtbare Bibliothek: Roman (Fantasy. Bastei Lübbe Taschenbücher) (German Edition) - Dr. Arno Hoven, Genevieve Cogman

Irene führte den Wischmopp mit gleichmäßigen, bedächtigen Bewegungen über den Steinfußboden; zwischendurch legte sie immer wieder kleine Pausen ein und bewunderte das Leuchten der nassen Bodenfliesen im Licht der Laternen. 

 

Ihr Rücken beschwerte sich, was allerdings nur normal war, nachdem sie den ganzen Abend geputzt hatte. Diese Arbeit war freilich notwendig. Die Schüler in »Prinz Mordreds Privater Lehranstalt für Jungen« schafften es, genauso viel Schlamm und Dreck auf dem Fußboden des Gebäudes zu verteilen wie alle anderen Teenager auch. Den im Haus stattfindenden, reinlich ablaufenden Studien in den dunklen Künsten, in Militärgeschichte und Alchemie schlossen sich eben die Unterrichtsstunden im Freien an, bei denen sich die Jugendlichen schmutzig machten, wenn Gefechtsstrategie, Duellieren, Attentate im offenen Gelände und Rugby auf dem Unterrichtsplan standen.

Erster Satz | Mark Roderick: Tage des Zorns

Post Mortem - Tage des Zorns: Thriller - Mark Roderick

Becky war aufgeregt, weil sie wusste, dass sie etwas Verbotenes tat.

 

Besser gesagt: weil sie vorhatte, etwas Verbotenes zu tun. Beinahe so etwas wie ein kleines Verbrechen.

 

Wenn ich auffliege, wird es mächtigen Ärger geben.

 

Aber sie war fest entschlossen.

Erster Satz | Mark Roderick: Zeit der Asche

Post Mortem - Zeit der Asche: Thriller - Mark Roderick

Claus Thalinger saß in einem beigefarbenen Ledersessel am Fenster seines Learjets und starrte in den Abendhimmel, ohne das spektakuläre Farbspiel aus Weiß, Lila und Orange wirklich wahrzunehmen.

 

In Gedanken war er bei den Geschäften des vergangenen Tages – dem Deal mit TOCON in Barcelona, der ihm mit etwas Glück fünfzig Millionen Euro Gewinn einbringen würde. Das heutige Zwei-Augen-Gespräch mit TOCON-Inhaber Pablo Ortega war positiv verlaufen, und beide Parteien waren in gegenseitigem Einvernehmen auseinandergegangen. Thalinger rechnete fest damit, dass der Vertrag schon in den nächsten Wochen unterschriftsreif sein würde.

 

Im Grunde hätte er also zufrieden sein können. Aber das war er nicht, denn noch viel mehr als der TOCON-Deal beschäftigte ihn die Frage, ob Simon Nadicz, dieser gottverdammte kleine Pisser, schon entführt worden war.

Erster Satz | Mark Roderick: Tränen aus Blut

Post Mortem - Tränen aus Blut: Thriller - Mark Roderick

Der fensterlose, weiß gekachelte Raum hatte etwas von einer Leichenhalle – das empfand Leon Bruckner jedes Mal so, wenn er hierherkam.

 

Alles war sauber und glänzte im kühlen Neonlicht. Alles war aufgeräumt, alles ordentlich. Und dennoch konnte man ahnen, dass hier unten der Tod hauste.

Erster Satz: David Baldacci: Im Auge des Todes

Im Auge des Todes: Thriller. Will Robie 3 - David Baldacci

Vierhundert Menschen lebten hier, die meisten für den Rest ihres sterblichen Daseins.

 

Und dann würde die Hölle sie holen, für alle Ewigkeit. 

Erster Satz | Lars Simon: Lennard Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen: Roman - Lars Simon

Niemand ließ sich gerne Runenschädel, Vollidiot oder sogar einen Dieb schimpfen. 

 

Mats Wallin atmete tief durch, schob sich die Brille auf der Nase nach oben und beschleunigte seinen Volvo, der bei längeren Fahrten und kalten Außentemperaturen roch wie ein alter Turnschuh. 

 

Erster Satz | Markus Heitz: Des Teufels Gebetbuch

Des Teufels Gebetbuch: Roman - Markus Heitz

Surrend wickelte sich das nasse Drahtseil auf die Trommel, die Kraft des Motors zog die Beute aus der Tiefe des Meeres.

 

Schmutzig graue Tröpfchen lösten sich vom ölschmierigen Tau und fielen zurück in die sachten Wellen. Meter um Meter ging es aufwärts.

 

 

Erster Satz | David Baldacci: Verfolgt

Verfolgt: Thriller (Will Robie, Band 2) - David Baldacci, Uwe Anton

Der unmittelbar bevorstehende Todesfall verschaffte Doug Jacobs einen regelrechten Energieschub.

 

Er zog das Headset gerade und stellte den Computerbildschirm heller. Jetzt war das Bild kristallklar, beinahe so, als wäre er vor Ort. 

Er dankte Gott, dass er es nicht war. 

Erster Satz | David Baldacci: Der Komplize

Der Komplize - David Baldacci, Uwe Anton

Fünf vor zwölf an einem Samstag. 

 

Auf den Straßen von Georgetown drängten sich die Menschen, die zum Einkaufen gekommen waren. Die Sonne schien warm, der Wind blies lebhaft und erfrischend und kräuselte die Wasseroberfläche auf dem nahen Potomac. Viele Bootsbesitzer waren unterwegs und erfreuten sich am Wetter. 

Erster Satz | David Baldacci: Der Killer

Will Robie: Der Killer: Thriller - David Baldacci

Will Robie hatte auf dem kurzen Flug von Dublin nach Edinburgh jeden Passagier einer genauen Musterung unterzogen. 

 

Zuversichtlich war er zu dem Ergebnis gekommen, dass sechzehn von ihnen Schotten auf dem Weg in die Heimat waren. Hinzu kamen dreiundfünfzig Touristen.

 

Robie war weder Schotte noch Tourist. 

Verena Lueken | Alles zählt

Alles zählt: Roman - Verena Lueken

Zu Beginn war ich optimistisch. Dann habe ich mich gelangweilt. Zum Schluss habe ich die Zeilen nur noch überflogen. (Ich hasse es Bücher nicht zu Ende zu lesen, da komme ich mir so vor, als wäre ich gescheitert.) 

 

Die Protagonistin erhält nach Jahren der Remission ihre erneute Krebsdiagnose und lässt während der Behandlung ihr Leben Revue passieren.

(show spoiler)

 

Zu Beginn machte das Buch einen guten Eindruck. Lueken arbeitet viel mit Zitaten, alle in englischer Sprache. Ab und an nur sind sie übersetzt, was schade für Leser ist, die im Englischen nicht so firm sind. 

 

Ein paar Sätze haben mich wirklich beeindruckt. Weil sie sehr auf den Punkt sind. Aber unterm Strich überwiegen hier für mich die Negativpunkte. 

 

Allem voran wählt Lueken einen Allwissenden Erzähler. Dieser erzählt über "Sie", die Hauptfigur; kennt aber all deren innere Gedanken. Es liest sich wie eine erste Person Singular, ist es aber nicht und das irritiert maßlos. Du hast das Gefühl, du liest ein Buch in der Ich-Perspektive, aber es stimmt gar nicht.

 

Am Ende hatte ich als Erzähler eine Art Alien im Kopf, das die Hauptfigur durchleuchtet und alles stumpf aufschreibt, was es von ihr mitbekommt, ohne wirklich zu fühlen und zu verstehen, was "Sie" da erlebt und fühlt. So distanziert las sich alles. 

 

Zweitens hat kaum eine Figur einen Namen. Ich glaube, in der ganzen Geschichte hat eine Figur einen Vornahmen, zwei einen vollen Namen und der Rest wird nur auf den Verwandtschaftsgrad oder eine Initiale reduziert. "Die Mutter." "Der Vater." "Der Onkel." 

"S." und "H."

 

Wer nennt seinen Lebenspartner oder die große Liebe seiner Mutter "S." bzw. "H."? 

Das ist so unpersönlich, dass ich zu diesen Figuren gar keine Beziehung aufbauen kann und will. 

 

Die Verwandtschaftsbezeichnungen sind verwirrend und unnötig kompliziert. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu kapieren, dass die Mutter der Prota zwei Mal verheiratet war. Erst schreibt sie von dem "Vater der Mutter" als "der Vater", ergo ihr (Prota) Großvater. Dann ist der erste Mann der Vater der Brüder und ihr Vater, also der Vater der Prota ist auch der Vater und .... Was ?!?! 

 

Keiner dieser Männer hat anscheinend einen Namen. Jeder ist in irgend einer Hinsicht "der Vater" und wenn du das sechsmal in einem Absatz liest, bekommst du die Krise. 

 

"Sie" steht dann nach ihrem Eingriff unter Schmerzmitteln und erleidet eine Art Drogentrip, der mit Gedanken über das Leben und Gott und die Welt einhergeht, aber durch die seltsame Wahl der fehlenden Namen und die Distanz zur Protagonistin durch den allwissenden Erzähler mich schnell anödete. 

 

Selbsthilfegruppen sind unnötig.

 

Das ist ein Fazit, dass "Sie" nach gefühlten tausend Seiten des schwadronieren zieht. Aber für manche Menschen sind sie gut. Zweites Fazit. -> Danke für diese tief-schürfende Erkenntnis. 

 

Am Ende gibt es eine Art beginnende Liebesgeschichte ..? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was das sollte. Zumal "Sie" noch immer mit "S." zusammen ist, der offenbar jede Sch.. mitmacht, die diese Frau aushalten muss und selbst verzapft. Armer Mann. 

 

Nope. Ich mochte das Buch nicht. Es hatte gute Ansätze und als jemand, der die Krankheit hautnah miterlebt hat, fand ich manches Gefühl und Erlebnis dort wieder. Aber neue Erkenntnisse habe ich durch dieses Buch nicht bekommen. Berührt hat es mich auch nicht. Es tat gar nichts für mich und das ist für mich die schlimmste Art von Büchern, weil sich das Lesen danach als verschenkte Zeit anfühlt. 

Andrew Norriss | Jessicas Geist

Jessicas Geist - Christiane Steen, Andrew Norriss
Dieses Buch hat mir eine Arbeitskollegin in die Hand gedrückt mit den Worten:“Lies das mal. Ist irgendwie nicht so meins, dachte ich, aber ich konnte nicht aufhören.“
 
Genau so war es bei mir.  Beim Lesen des Klappentextes dachte ich spontan.“ Na, das wird bestimmt wieder so eine 0815 Teenager-Romanze sein. 
 
Ist es nicht. Romanze: Fehlanzeige. Überhaupt nicht. Und ja, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, zumindest nicht bis zum letzen Drittel. Auch danach habe ich es zügig fertig gelesen, gern fertig gelesen, einfach, weil die Charaktere so sympathisch sind. 
 
Es geht um Mobbing und Suizid bei Jugendlichen. 

 

(show spoiler)
 
Andrew Norriss schreibt klar und unaufgeregt, dass der Text einen eigenen Sog entwickelt. Du bist sofort „drin.“ Es sind knapp 220 Seiten angenehmer Unterhaltung, zu einem ernsten Thema. Seinen Umgang damit fand ich hervorragend. Er beschönigt nichts, er verharmlost auch nichts. Lediglich gegen Ende hin fand ich die Botschaft des Textes etwas zu plump, zu offensichtlich. Zu sehr noch mal erklärt und aufgedrückt.
 
Alles in allem aber ein nettes, lesenswertes Buch, mit durchweg sympathischen Figuren und mit einer ernsten Thematik, die ernsthaft und mit Fingerspitzengefühl behandelt wird, ohne all zu sehr den Zeigefinger zu erheben. 
Magic Cleaning: Wie Sie sich von Ballast befreien und glücklich werden - Monika Lubitz, Marie Kondō

Habe ich heute in der Mittagspause gelesen. Ganz nützlich, um sich noch einmal Kleinigkeiten und Stolperfallen des Aufräumen ins Gedächtnis rufen will. Aber als Einstieg in die KonMari-Methode ungeeignet. Obwohl man vielleicht beim reinlesen ein Gefühl dafür bekommen kann, ob man mehr über diese Art der Ordnung Erfahren will, oder nicht. Dazu würde ich aber eher in einem ihrer umfangreicheren Bücher schnuppern.